Paris zieht erste Zwischenbilanz der Blauzungenimpfung

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In Frankreich hat der nationale Ausschuss für Folgenabschätzung eine erste Zwischenbilanz der Blauzungenimpfung vorgelegt. Danach wurden bis Ende Mai 2008 mehr als 13 Millionen Vakzine zur Impfung gegen die Blauzungenkrankheit der beiden Serotypen 8 und 1 in rund 90 Departements verteilt. Damit sei der ursprünglich anvisierte Zeitplan für das Impfprogramm im Wesentlichen eingehalten worden, erklärte das französische Landwirtschaftsministerium in einer Presseinformation. Die für Juni geplante Auslieferung des Vakzins gegen den Serotyp 8 zur Impfung von Rindern habe zeitlich vorgezogen werden können. Die Versorgung mit dem Impfstoff für Schafe und Ziegen, die ursprünglich ebenfalls im Juni erfolgen sollte, werde sich hingegen bis Juli verzögern, hieß es aus Paris. Der Fachausschuss entschied ferner, die Ausweitung der Schutzzonen für den Serotyp 8 auf einige, bislang noch nicht als solche klassifizierte Departements bis spätestens August vorzuziehen. Als ausgewiesene Schutzzonen gelten dem Ministerium zufolge ab 1. Juni die Departements Hautes-Alpes, Alpes-de-Haute-Provence, Alpes-Maritimes, Vaucluse, Var und Bouches-du-Rhöne. Ab 15. Juni folgen die Departements Gard, Herault, Aude, Pyrenees-Orientales, Arriege und ein Teil des Departements Haute-Garonne. Nach dem aktuellen Stand des Agrarressorts vom 2. Juni wurden in diesem Jahr bislang 5 717 Fälle der Blauzungenkrankheit registriert. Im vergangenen Jahr waren in Frankreich 15 563 Tiere an der Seuche erkrankt.

Wiederbelebung der Lieferungen nach Italien im Blick Das Ministerium in Paris begründete die jüngsten Maßnahmen mit dem Wunsch, die Verbringung von Rindern aus Gebieten mit bislang unterschiedlichen Gesundheitsauflagen zu erleichtern sowie eine Impfung von Wanderherden und insbesondere von sogenannten Fressern zu ermöglichen, die ab September wieder verstärkt nach Italien geliefert würden. Unter anderem beschloss der Fachausschuss in Anbetracht größerer Impfstoffmengen als ursprünglich erwartet, davon verstärkt Vakzine für die Impfung von Fressern zu nutzen. Bekanntlich hatten die italienischen Gesundheitsbehörden beschlossen, wegen der Blauzungenkrankheit seit dem 3. März nur noch den Import von geimpften Tieren aus Frankreich zuzulassen. Bereits seit Anfang Mai müssen in Frankreich generell alle Rinder und Schafe, die für den Export bestimmt sind, gegen die Blauzungenkrankheit des Serotyps 8 geimpft werden. Nach zähen bilateralen Verhandlungen stimmte das italienische Gesundheitsressort inzwischen zu, die im Rahmen der EU-Regelung zwischen der zweiten Impfung und der Verbringung der Tiere vorgesehene Wartezeit von bislang 60 auf 30 Tage zu reduzieren. Die Erleichterung gilt nur für Tiere aus Schutzzonen, die gegen die Blauzungenkrankheit des Serotyps 8 geimpft worden sind. Barnier zufolge sind einige südfranzösische Departements von der Lockerung der Handelsbeschränkungen ausgenommen. In weiteren bilateralen Gesprächen mit Italien hofft Paris auf Handelserleichterungen für Fresser und für natürlich immunisierte Tiere. Die bislang zugesicherte Lockerung gelte für 180.000 und 190.000, hieß es im Ministerium.

Quelle: agra-europe

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